Obsternte 2014

Ein Traum: Nach langer Zeit gab es wieder einmal wunderbare nahezu wurmfreie Kirschen zu ernten.

Bei Zwetschgen sorgte ein Überbehang teilweise zu Astbrüchen. Fruchtqualität anfangs gut, bei späten Zwetschgen machten Moniliapilze und die neue Essigfliege eine Verwertung teilweise unmöglich.

Fast alle Birnbäume zeigten dieses Jahr reichen Behang. Die Oechslegrade der Most- und Schnapsbirnen waren mangels Sonnenschein allerdings nicht sehr hoch.

Bei den Äpfeln variierte der Behang je nach Sorte von sehr gut bis bescheiden. Viele Apfelsorten litten stärker als sonst unter Schorf und Blattfallkrankheit. Der frühe Laubfall schwächte die Bäume. Bei schlecht abtrocknenden Früchten sorgten Pilze für einen unansehnlichen dunkelfleckigen Überzug.

Von unseren Apfelbäumen im Oeschbergschnitt konnten wir aufgrund der guten Belichtung und Durchlüftung wieder herrliche Früchte ernten. Hier bricht Uli Dreier die Sorte Rewena.

Den Fruchtbehang (Ontario) im unteren Bereich können Siegfried und Alexandra Kehl auch vom Boden ernten.

Mössinger Apfelfest 2014

Zum Abschluss der aktionsreichen Apfelwoche fand am Sonntag bei herrlichem Wetter das Apfelfest mit Regionalmarkt statt.

Unter Regie des Netzwerk Streuobst gab es für Kinder und Erwachsene attraktive Angebote zum Thema Apfel bzw. Streuobst. Zahlreiche Besucher waren ob dieser Vielfalt begeistert.

Bereits am Samstag wurde die von Joachim Reutter, Werner Maier und Albert Föll vorbereitete große Obstausstellung mit einhundertvierzig Apfel-  und Birnensorten in der Tonnenhalle aufgebaut. Sie war wieder ein Highlight des Apfelfestes. Die vielen interessierten und staunenden Besucher dieser Ausstellung am Sonntag zeigten: Die Mühe hat sich gelohnt.

Markus Zehnder stellte sein neues Buch "Im schwäbischen Streuobstparadies ..." vor und führte Obstsortenbestimmungen durch.

Für die Verpflegung der Festbesucher am Sonntag waren der OGV Belsen und der OGV Mössingen gemeinsam im Einsatz. Engagierte Mitglieder sorgten mit ihrer kostenfreien Tatkraft für das gute Gelingen. Im Außenbereich wurden Würste und Steaks gegrillt und Getränke verkauft. In der Tonnenhalle gab es Kaffee und vorzügliche, selbstgebackene Kuchen. Der Zuspruch bei unseren Angeboten war bei der riesigen Besucherzahl sehr gut.

Das Apfelfest hat sich zu einem Höhepunkt im Mössinger Veranstaltungskalender entwickelt. Die zufriedenen Besucher werden diese Veranstaltung weiterempfehlen.

Aktionstag zur Apfelwoche

Rund 70 Interessierte trafen sich am Feiertagsmorgen  um 10 Uhr um am abwechslungsreichen Programm teilzunehmen.

Dr. Manuel Haus, assistiert von seiner Frau, erklärte was für das naturverträgliche, leise Mähen mit der Sense wichtig ist. Als kompetenter Fachmann demonstrierte er die verschiedenen Sensentypen, erläuterte deren individuelle Abstimmung  und vermittelte die passende  Bewegungstechnik.

Fred Schweikert zeigte und erklärte, warum und wie eine Sense gedengelt wird.

Hans Wener gab Tipps zum Fangen von Wühlmäusen mit Drahtfallen und konnte einen raschen Erfolg vorweisen.

Hermann Haas und Hans Wener führten die Saftgewinnung mit den Geräten der Firma Speidel Ofterdingen vor.

Bei der abschließenden Hockete konnte der frische Apfelsaft probiert werden. Für Hungrige gabs Weißwürste und frische Brezeln.
 

Streuobstwiesen verjüngen

Der OGV Mössingen organisiert in diesem Herbst 2014 ein Projekt zur
Neupflanzung von Obsthochstämmen (Apfel, Birnen, Zwetschgen und Kirschen) auf Streuobstwiesen.
Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg bezuschusst.
Mit dieser Maßnahme können sie unsere Streuobstlandschaft vital erhalten, Lücken füllen und überalterte Bäume ersetzen.

Sie können bis zu fünf Jungbäume passender Sorten ihrer Wahl zu sehr günstigen Konditionen erwerben.
Der Preis pro Baum einschließlich Pfahl und Stammschutz beträgt 10 €.


Sortenlisten finden sie im Internet unter Baumschule Leibssle Reutlingen oder unter ogv-moessingen.de unter „Wissen“ und „Adressen“. 

Die Bäume müssen auf freien Streuobstwiesen auf der Gemarkung der Stadt Mössingen gepflanzt werden, deren Flurstücknummer bei der Bestellung unbedingt anzugeben ist.


Bitte geben Sie keine Bestellungen mehr ab, da unser vom Landratsamt genehmigtes Kontingent deutlich überschritten ist.
Hans Wener Edelmannsweg 77, 72116 Mössingen.
E-Mail: hans.wener@uni-tuebingen.de

Die Bäume werden dann Ende Oktober 2014 an einem Samstag im Lehrgarten des OGV Mössingen zur Abholung bei Barzahlung bereitgestellt.
Der Termin wird im Amtsblatt der Stadt Mössingen und unter "ogv-moessingen.de" rechtzeitig bekanntgegeben.
 

Weiterbildung Fachwarte im Lehrgarten

Beerenschnitt, Sommerveredelung, Sommerschnitt an Hochstämmen


Am Samstag 9. August 2014 trafen sich 20 Fachwarte der Fachwartevereinigung des KOV Tübingen zur Weiterbildung im Mössinger Lehr- und Schaugarten.

Geleitet wurde die Veranstaltung vom Fachwartevorsitzenden
Hans G. Wener (OGV Mössingen) und Fachausbilder Armin Raidt (OGV  Kiebingen).

Bei Johannisbeeren zeigte Armin Raidt den Nachernteschnitt:
Hängende Zweige, überzählige Jungtriebe und altes, abgetragenes Holz wurde bodennah abgeschnitten oder auf kräftige Seitentriebe abgeleitet.  Das Anschneiden der jungen Langtriebe an Roten Johannisbeeren wird im Januar nachgeholt.

Das Auslichten an Brombeeren und Himbeeren wurde an den Sträuchern erläutert.

Zur Sommerveredelung, eines Kirschbaumes wurden die einjährigen Veredelungsreiser wenige Stunden vorher geschnitten, entblättert (Stielstummel bleiben stehen) und feucht eingeschlagen.
Die Veredelung hinter die Rinde wurde von Werner Maier demonstriert. Prinzip siehe unter Veredelung. Vor der Sommerveredelung ist das Ablösen der Rinde zu prüfen (Mitte Juli bis Anfang August).

Zum Abschluss wurde noch an einem 15jährigen Brettacher der Sommerschnitt diskutiert.
Der Sommerschnitt soll starkwüchsige Obstbäume beruhigen. Kirschbäume sollen während oder nach der Ernte geschnitten werden. Bei Jungbäumen ist ein Sommerschnitt nicht zu empfehlen.

 

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