Dengle - Wetzen - Mähen

25 Interessierte fanden sich am Dienstag 1. Oktober 2019 zum Sensenkurs im Lehrgarten ein und wurden pünktlich um 18.30 Uhr von Vorstand Hans Wener begrüßt.

Hans Streib hatte alles bestens vorbereitet.

Zuerst wurde das Sensenblatt so ausgerichtet, dass die Schneide der Sense an der Spitze 2 cm näher am Fußpunkt der Worb war als die Schneide am breiten Ende des Sensenblattes. Mit Hilfe eines Stabes konnten alle ihre mitgebrachten Sensen prüfen und korrigieren.

Danach demonstrierte Hans das Dengeln der Sense. Mit einem Seil das oberhalb befestigt war, wurde der Worb umschlungen und so festgestellt, dass das Sensenblatt an der Schneide gut auf dem Dengelstock auflag. Der Dengelstreifen entlang der Schneide wurde mit Kreide markiert. Nun wurde dieser Streifen durch Schläge mit dem Dengelhammer verdichtet, wodurch die Dicke des Materials verringert und die Härte erhöht wird. An allen drei Dengelstöcken übten die Kursteilnehmer nun das Dengeln ihrer Sensen.

Anschließend zeigte Hans das Wetzen der Sense. Die Sense steht dabei auf dem Worb. Die linke Hand hält das Sensenblatt am Rande fest. Der feuchte Wetzstein wird im unteren Drittel mit der rechten Hand geführt und an der Schneide entlang schräg nach unten und zur Blattspitze geführt. Abwechselnd wird der Wetzstein vorne und hinten an der Schneide entlanggezogen. Vorsicht : Verletzungsgefahr

Nachdem die Teilnehmer ihre Sensen gewetzt hatten konnte jeder seinen Erfolg beim Mähen überprüfen.

Danke an Hans Streib der diese unterhaltsame und lehrreiche Veranstaltung ermöglichte.

Nehrener und Mössinger gemeinsam auf Tour

Traditionell mit dem OGV Nehren fand am 3. August 2019 der Jahresausflug statt.

Ziel war die Buga in Heilbronn. Hier konnten die 51 Teilnehmer in kleineren Gruppen unter vielen Themenbereichen nach ihren Interessen auswählen.

Das Angebot war gigantisch. Nach sechs Stunden traf man sich bereichert durch viele neue Eindrücke wieder am Bus.

Den gemütlichen Abschluss genossen wir im Blockhaus Seeger in Abstatt.

Unser Dank für die gelungene Veranstaltung gilt den Organisatoren Joachim Reutter und Joachim Dürr.

Hochsommerliche Beerenpflege

Neun motivierte Mitglieder sorgten am Do. 1. August 2019 mit zielstrebigen Einsatz für die manuelle Beseitigung von Konkurrenzwuchs an den Beerensträuchern.

Daneben wurden sommerliche Schnittarbeiten an Brombeeren und Rosen ausgeführt.

Das Ergebnis nach 2 Stunden Arbeit kann sich sehen lassen und lässt auch nächstes Jahr auf eine gute Ernte bzw. Blütenpracht hoffen.
Als kleine Belohnung konnten Beeren geerntet werden.
Zur unterhaltsamen Schlusssitzung gabs kühle Getränke.

Katastrophale Auswirkungen des Mistelbefalls

Eine massive Ausbreitung und Vermehrung der Mistelpflanzen rottet mit erschreckender Geschwindigkeit unsere herrlichen Apfelbäume in den Streuobstbeständen aus.

Viele Apfelbäume die bereits unter der extremen Trockenheit leiden, sterben durch den Entzug von Wasser, Nährstoffen und Nährsalzen durch die Mistelpflanzen ab.

Zur Rettung unserer Apfelbäume müssen dringend Aktionen zur Mistelbeseitigung initiiert werden.

Wir appellieren an alle Streuobstbesitzer rasch für die Beseitigung der Mistel zu sorgen, um die Zahl der Ausbreitungsherde zu reduzieren.

Teleskopscheren und Teleskopsägen werden zur Ausleihe bereitgestellt.

Dringend notwendig ist eine gesetzliche Mistelbeseitigungspflicht zum Zwecke des Streuobstschutzes.
Unser Wunsch an das Landratsamt (Obstbauberatung, Naturschutz) möge einen Gesetzentwurf  erstellen und an unsere Abgeordneten weitergeben.

Besitzer von Grundstücken mit hohem Mistelbefall werden ermittelt und amtlich an ihre Beseitigungspflicht erinnert.

Unternehmen, die Mistel im Streuobst beseitigen (z. B. AIS in Mössingen) werden mit Fördergeldern unterstützt.

Dieser geringe Befall wäre noch rasch durch zwei Sägeschnitte zu beseitigen.

Durch massiven Befall sind Teile des Apfelbaumes bereits abgestorben.

Hier hat das Absägen der befallenen Äste wegen der großen Wundflächen das baldige Ende des Baumes zur Folge. Entweder müssen die Mistelpflanzen als Herde für Neubefall immer wieder oberflächlich beseitigt oder der Baum muss gerodet werden.

Praxiskurs Veredelung

21 Interessierte ließen sich am Samstag 13. April 2019 trotz nasskalter Witterung nicht von ihrem Vorhaben abbringen, das Veredeln von Obstbäumen zu lernen.
Viele Übungsreiser für Schnittübungen lagen bereit. An Holzböcken waren Aststücke für die Herstellung von Pfropfköpfen festgespannt. Scharfe Veredelungsmesser des OGV konnten benutzt werden.

Der Kursleiter Werner Maier demonstrierte und erläuterte die wesentlichen Arbeitsschritte beim Pfropfen hinter die Rinde.

Vorstand Hans Wener brachte eigene Erfahrungen ein.
Danach wurden die Kursteilnehmer in Zweiergruppen aktiv. Nach der Einübung von Schrägschnitten, konnten fast alle brauchbare Edelreiser zuschneiden.

Das Einschneiden am Pfropfkopf und das Abheben des Rindenflügels war kein Problem, da sich die Rinde bei den Jakob-Fischer-Aststücken bereits gut ablöste.
Etwas Geschicklichkeit erforderte das feste Einbinden mit Bast. Übung macht den Meister.
Wegen der Kälte wurde das abschließende Versiegeln mit vorgewärmtem Wachs lediglich demonstriert.

An zwei Apfelbäumen die vor einem Jahr bzw. vor vier Jahren veredelt wurden. Konnte das Vorgehen am Baum und die Weiterbehandlung geklärt und gezeigt werden.


Etliche Teilnehmer versorgten sich mit Edelreisern, um in den kommenden warmen Tagen selbst zu veredeln.  Dank an Ernst Schneider, der diese aussagekräftigen Bilder lieferte. Alle Bilder finden Sie hier.

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