Freude über Regenwetter

45 l Regen pro Quadratmeter haben hier in Mössingen Anfang Mai die obersten Erdschichten etwas durchfeuchtet und den Pflanzen dringend benötigtes Wasser  beschert.

Für Gras und Getreide brachte der Regen noch einen Wachstumsschub.

Bei unseren Obstbäumen zeigen Kirschen

und Birnen einen erfreulichen Fruchtansatz..

Auch Walnüsse haben die Nachtfröste gut überstanden.

Wassernot bei Jungbäumen

Junge Obstbäume die frisch oder die letzten zwei Jahre gepflanzt wurden fehlen tiefe Wurzeln.

Sie müssen jetzt bei der extremen Trockenheit gründlich gewässert werden.

Raupen (Frostspannerraupen u. a.), die oft an den Triebspitzen der Jungbäume versteckt sind entfernen.

Jetzt haben die Raupen der Apfelgespinstmotten ihre Winterlager verlassen und spinnen sich zwischen die Blätter ein. Die etwa 50 Raupen eines Geleges können einen jungen Apfelbaum fast kahl fressen. Die Gespinste mit den Blättern jetzt rasch entfernen und zerquetschen.

Für die jetzt noch blühenden späten Apfelbäume ist die Bestäubung wetterbedingt optimal. Der Fruchtansatz bei Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen und Birnen ist teilweise recht gut.

Allerdings ist die Austrocknung unserer Böden bereits wieder katastrophal.

Ohne kräftige und langanhaltende Regenfälle ist auch für unser Streuobst wenig Hoffnung auf eine gute Ernte.

Herrliche Streuobstblüte über Ostern 2020

Seit Karfreitag zeigen sich viele Streuobstbäume in schönster Blütenpracht. Einige aktuelle Bilder belegen dies.

Diese oberösterreichische Weinbirne ist ein wahrer Augenschmaus.

Die Evolution hat bei diesem Gelbmöstlerbaum eine gewaltige Überproduktion an Blüten begünstigt.

Birnenblüten in verschiedenen Entwicklungsstadien; Bildmitte und drüber noch geschlossene rotgefärbte Staubbeutel; unterhalb rechts gelbliche Staubbeutel geöffnet, in der Blütenmitte die klebrigen Narben auf fünf Griffeln

Frühe Apfelsorten, hier ein Jakob Fischer beginnen bereits zu blühen

Falls sie dieses Blütenparadies in Natura sehen möchten, müssen Sie rasch hinaus in unsere Streuobstlandschaft.

 

OGV-Aktivitäten in Zeiten von Kontaktverbot

Als Einzelkämpfer versuchen wir trotz Corona derzeit die wichtigsten Arbeiten an den Obstgehölzen im OGV-Lehrgarten und dessen Umfeld durchzuführen.

Bei den Johannisbeersträuchern musste Konkurrenzwuchs entfernt und oberflächlich gelockert werden.

Unter den Spindelbäumen wurde das Gras kurz abgemäht, um die Vergreisung dieser schwachwachsenden Gewächse zu verhindern.

Den jungen Streuobstbäumen um den Lehrgarten werden derzeit die Baumscheiben erneuert. Dies mühevolle Maßnahme fördert die Vitalität der Jungbäume entscheidend.

Bei sonnigem Wetter beginnt die herrliche Blütezeit bei Zwetschgen, Mirabellen, frühen Kirschen und Birnen.

Viele Honigbienen, einige Hummeln und Wildbienen sammeln Nektar und Blütenstaub und sorgen dabei für die notwendige Bestäubung der Blüten.
Bitte unterstützen sie die einheimischen Imker durch ihren Honigkauf.

Horst Steeb sorgt seit Jahren in und um den Lehrgarten für viele Vogelnistkästen und damit für das Überleben von Höhlenbrütern in diesem Biotop. Für uns bringt dies eine natürliche und giftfreie Bekämpfung von Schadinsekten an unseren Obstgehölzen.

Auch Hornissen sind längst als nützliche Insekten eingestuft. Unser Vorstand hat nun zusammen mit Horst Steeb diesen vom Landratsamt gelieferten Hornissenkasten in sicherer Höhe aufgehängt. Mal sehen, ob sich passende Bewohner einfinden.

Minus 7°C - Erntehoffnungen geschmälert

Die vielen zu warmen Tage zu Beginn des Jahres haben das Schwellen der Knospen ausgelöst.

Die Blütenknospen der Zwetschgen, Mirabellen, Birnen, Kirschen und frühen Äpfel haben ihre schützenden Hüllen geöffnet.

Ende März haben nun drei eiskalte Nächte (in Mössingen -7°C) an ungünstigen Standorten um unseren Lehrgarten eine irreversible Schädigung der  empfindlichen Blütenteile verursacht.

Diese Zwetschgenblüten (Bild unten) haben den Frost überstanden. Narbe, Griffel und Fruchtknoten sind grün!
Beim einem empfindlicheren Mirabellenbaum sind Blüten teilweise erfroren.

Bei einigen Sorten sind an gefährdeten Standorten  Birnenblütenknospen (Bild unten) erfroren, ein Längsschnitt zeigte mir:  Griffel und Fruchtknoten sind braun.

Auch in diesen frühen Apfelblütenknospen  (Jakob Fischer, Bild unten) sind die weiblichen Blütenteile auf unserem ungünstigen Standort bereits erfroren.

Leider fanden sich in diesen noch fast geschlossenen Kirschblütenknospen erfrorene weibliche Blütenteile.

In günstigen Lagen sieht es aber noch  recht gut aus und später blühende Apfelsorten haben diese Frostnächte sicher unbeschadet überstanden.

 

 

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