Herrliche Streuobstblüte über Ostern 2020

Seit Karfreitag zeigen sich viele Streuobstbäume in schönster Blütenpracht. Einige aktuelle Bilder belegen dies.

Diese oberösterreichische Weinbirne ist ein wahrer Augenschmaus.

Die Evolution hat bei diesem Gelbmöstlerbaum eine gewaltige Überproduktion an Blüten begünstigt.

Birnenblüten in verschiedenen Entwicklungsstadien; Bildmitte und drüber noch geschlossene rotgefärbte Staubbeutel; unterhalb rechts gelbliche Staubbeutel geöffnet, in der Blütenmitte die klebrigen Narben auf fünf Griffeln

Frühe Apfelsorten, hier ein Jakob Fischer beginnen bereits zu blühen

Falls sie dieses Blütenparadies in Natura sehen möchten, müssen Sie rasch hinaus in unsere Streuobstlandschaft.

 

OGV-Aktivitäten in Zeiten von Kontaktverbot

Als Einzelkämpfer versuchen wir trotz Corona derzeit die wichtigsten Arbeiten an den Obstgehölzen im OGV-Lehrgarten und dessen Umfeld durchzuführen.

Bei den Johannisbeersträuchern musste Konkurrenzwuchs entfernt und oberflächlich gelockert werden.

Unter den Spindelbäumen wurde das Gras kurz abgemäht, um die Vergreisung dieser schwachwachsenden Gewächse zu verhindern.

Den jungen Streuobstbäumen um den Lehrgarten werden derzeit die Baumscheiben erneuert. Dies mühevolle Maßnahme fördert die Vitalität der Jungbäume entscheidend.

Bei sonnigem Wetter beginnt die herrliche Blütezeit bei Zwetschgen, Mirabellen, frühen Kirschen und Birnen.

Viele Honigbienen, einige Hummeln und Wildbienen sammeln Nektar und Blütenstaub und sorgen dabei für die notwendige Bestäubung der Blüten.
Bitte unterstützen sie die einheimischen Imker durch ihren Honigkauf.

Horst Steeb sorgt seit Jahren in und um den Lehrgarten für viele Vogelnistkästen und damit für das Überleben von Höhlenbrütern in diesem Biotop. Für uns bringt dies eine natürliche und giftfreie Bekämpfung von Schadinsekten an unseren Obstgehölzen.

Auch Hornissen sind längst als nützliche Insekten eingestuft. Unser Vorstand hat nun zusammen mit Horst Steeb diesen vom Landratsamt gelieferten Hornissenkasten in sicherer Höhe aufgehängt. Mal sehen, ob sich passende Bewohner einfinden.

Minus 7°C - Erntehoffnungen geschmälert

Die vielen zu warmen Tage zu Beginn des Jahres haben das Schwellen der Knospen ausgelöst.

Die Blütenknospen der Zwetschgen, Mirabellen, Birnen, Kirschen und frühen Äpfel haben ihre schützenden Hüllen geöffnet.

Ende März haben nun drei eiskalte Nächte (in Mössingen -7°C) an ungünstigen Standorten um unseren Lehrgarten eine irreversible Schädigung der  empfindlichen Blütenteile verursacht.

Diese Zwetschgenblüten (Bild unten) haben den Frost überstanden. Narbe, Griffel und Fruchtknoten sind grün!
Beim einem empfindlicheren Mirabellenbaum sind Blüten teilweise erfroren.

Bei einigen Sorten sind an gefährdeten Standorten  Birnenblütenknospen (Bild unten) erfroren, ein Längsschnitt zeigte mir:  Griffel und Fruchtknoten sind braun.

Auch in diesen frühen Apfelblütenknospen  (Jakob Fischer, Bild unten) sind die weiblichen Blütenteile auf unserem ungünstigen Standort bereits erfroren.

Leider fanden sich in diesen noch fast geschlossenen Kirschblütenknospen erfrorene weibliche Blütenteile.

In günstigen Lagen sieht es aber noch  recht gut aus und später blühende Apfelsorten haben diese Frostnächte sicher unbeschadet überstanden.

 

 

Jungbaumpflege bringt Wachstumsschub

Ihre jungen Obstbäume sind gepflanzt. Wie lässt sich nun kräftiges Wachstum erreichen?

Ganz entscheidend für die ersten vier Jahre ist die Beseitigung des Konkurrenzwuchses durch eine Baumscheibe.

Dabei wird der Graswuchs mit einer geschärften Harke im Umkreis von etwa 1m Radius  entfernt.
Diese Kreisfläche wird oberflächlich gelockert und mit organischem Material (z. B. etwas Kompost) angereichert, um den Boden zu beleben.

Eine Abdeckung mit Grasschnitt oder älterem Rindenschrot vermindert die Wasserverdunstung.

Die erfreuliche Belohnung: Statt einem vergreisten "Jungbaumkrüppel" entsteht ein vitaler Streuobstbaum.

Schnittkurs für Frauen 2020

20 interessierte Frauen fanden sich am Freitagnachmittag bei sonnig warmem Wetter zum Schnittkurs für Obstgehölze ein.

Fachwartin Ulrike Klinkmüller hatte Literatur zum Thema ausgelegt und gab Hinweise zu geeignetem Werkzeug.

Nach der Analyse des Istzustandes erläuterte und demonstrierte Ulrike das startegische Vorgehen bei den verschiedenen Beerenarten. Abgetragenes und Vergreistes wird entfernt,  einige Jungtiebe werden nachgezogen. Gute Belichtung sichert eine hohe Fruchtqualität.

An einem 4-jährigen Apfelbaum zeigte die Kursleiterin anschließend den Erziehungsschnitt nach der Oeschbergmethode. Sie stabilisierte die steilen Leitäste durch Anschneiden und sorgte durch das Ausbrechen innerer Knospen für die Bidung erster Fruchtäste.

Zum Abschluss wurde der Pflegeschnitt an Rosenstöcken erklärt und ausgeführt.

In entspannter Atmosphäre wurden viele Fragen diskutiert und beantwortet

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