Informativer Jungbaumschnittkurs

Bei kaltem windigen Wetter fanden sich am 9. Februar 2019 knapp 30 Interessierte zu unserem Jungbaumschnittkurs ein.

In unserer Schutzhütte gab es vorab etwas Theorie. Mit einer Bilddokumentation von Rudolf Thaler konnten die Erziehungsschnitte an einem Apfelbaum über acht Jahre analysiert werden. Dabei wurde die Strategie beim Oeschberg-Palmer-System erklärt.

Danach führten Albert Föll und Hans Wener Erziehungsschnitte an Jungbäumen durch.

Nach der Analyse des Kronenaufbaues diskutierten sie den Anschnitt der Leitäste und das Ausbrechen von inneren Knospen. Sortenspezifisch wurde auf Außen- oder Innenknospe geschnitten.


Durch dieses Vorgehen werden ideale Leitastverlängerungen erzwungen und die Bildung unerwünschter Innen- und Seitentriebe verhindert.

Beim Schnitt eines 7jährigen Jungbaumes konnte Werner Maier die Ziele der Oeschberg- Palmer-Erziehung verdeutlichen . Vier steile Leitäste, eine spindelförmige Stammverlängerung, nach außen gerichtete Fruchtäste und bequeme Leiterzugänge waren bei diesem Goldparmäner klar zu erkennen.

Streuobstschnitt Theorie und Praxis

Eine erfolgreiche Strategie zum Streuobstschnitt versprach der Vortrag am 4. Januar 2019 im Fliegerheim. Vorstand Hans Wener konnte über 90 Interessierte begrüßen.


Werner Maier klärte in Wort und Bild vier Fragen zum Kronenaufbau:
Wie erziehe ich dominante Leitäste?
Womit induziere ich die Bildung passender Fruchtäste?
Wie erreiche ich eine schlanke Mitte?.
Welche Vorteile hat der Fünfachser gegenüber dem Einachser?

Neben der Einführung in den Oeschberg-Palmer-Schnitt wurden auch Irrwege und Sackgassen aufgezeigt.

Zum Schnittkurs am Samstag 5.01.2019 fanden sich bei unangenehmem Schneeregen etwa 50 Schnittkursteilnehmer ein, die im Folgenden in verschiedenen Gruppen praktische Demonstrationen verfolgen konnten.

Hans Wener erklärte an einem neunjährigen Apfelbaum den Aufbau einer Oeschberg-Palmer-Krone.


An älteren Obstbäumen zeigte er zusammen mit Albert Föll, wie überbaute bzw. vergreiste Kronen durch den Schnitt wieder aufgelockert und pflegeleichter gestaltet werden können.

Joachim Reutter führte an einem über mehrere Jahre verwilderten Birnbaum vor, wie man hohe Ständertriebe baumschonend entfernt und die Restkrone auslichtet.

Werner Maier demonstrierte am praktischen Beispiel wie ein Mehrstöcker auf Oeschbergkrone umgestellt wird.
Parallel gab Hans Streib wertvolle Tipps zur Werkzeugpflege.

Zum Aufwärmen spendierte Familie Wener Glühmost und Hans Klett aus Öschingen wieder Proben seiner vorzüglichen Destillate. Danke!

Apfelfest 7. 10. 2018

Viele attraktive Angebote zum Thema Streuobst, ein verkaufsoffener Sonntag und Bilderbuchwetter lockten tausende Besucher nach Mössingen.

Im Pausa- Quartier war das Netzwerk Streuobst als Hauptorganisator und die Obst- und Gartenbauvereine Mössingen und Belsen mit vielen Aktiven im Einsatz.

Bereits am Samstag wurde die von Albert Föll, Werner Maier und Joachim Reutter vorbereitete große Obstsortenausstellung  in der Tonnenhalle aufgebaut, um die den ganzen Tag viele Interessierte pilgerten. Neben Wildobstfrüchten gab es mit einhundertdreißig Apfel- und achtunddreißig Birnensorten aus der Region einen neuen Rekord. Viele konnten ihre mitgebrachten, unbekannten Sorten mit unserer Hilfe bestimmen.

Für die Verpflegung der Festbesucher im Pausa-Quartier waren der OGV Belsen und der OGV Mössingen gemeinsam im Einsatz. Engagierte Mitglieder sorgten mit viel Einsatz für das gute Gelingen.
Im Außenbereich wurden Würste und Steaks gegrillt und Getränke verkauft.


In der Tonnenhalle gab es Kaffee und Dank den Spendern vorzügliche, selbstgebackene Kuchen.
Der Zuspruch bei unseren Angeboten war bei der riesigen Besucherzahl sehr gut am Ende waren wir total ausverkauft.

Gnadenlose Trockenheit

Inzwischen sind die Teiche  und Bäche um Mössingen fast vollständig ausgetrocknet. Trostlose Aussichten fürs Überleben von Amphibien und anderen Wasser- und Feuchtlufttieren.

Im Gemüsegarten vertrocknen alle Pflanzen ohne künstliche Bewässerung.

Erstaunlicherweise schaffen es unsere tiefwurzelnden Obstbäume auf Sämlingsunterlage immer noch, ohne Bewässerung zu überleben und teils Früchte hoher Qualität zu bilden.

Im folgenden Bilder die am 19. August 2018 hier in Mössingen entstanden.

Unsere Jakob Fischer Bäume liefern wieder herrliche Früchte für Apfelkuchen und Apfelmus. Die Wurmigen liegen bereits unten.

Auch die feinaromatischen frühen Fleiner sind demnächst erntereif.

Riesenbehang bei den Nancy Mirabellen. Die Vollreife scheint sich aufgrund der Trockenheit zu verzögern.

Guter Ertrag auch beim seltenen Jakob Lebel

Hier zeigt eine Wilde Eierbirne ihre Vitalität und Fruchtbarkeit. Durch ihre tiefgründige Bewurzelung kann sie die Trockenheit schadlos überstehen

Bei einigen Obstbäumen sind Trocken- und Hitzeschäden deutlich erkennbar. Hier hat die zu starke Auslichtung beim Rückschnitt zu einer intensiven Bestrahlung und Erhitzung der Rinde geführt. Die Mitte stirbt ab.

 

Trockenheit bedroht die guten Ernteaussichten

Die extreme Trockenheit droht jetzt eine gute Entwicklung des reichen Fruchtansatzes zu verhindern. Das Kernobst bleibt klein, die Qualität leidet.

Bei den Beeren konnten wir durch Gießen eine gute Fruchtqualität erreichen.

Gelungene Dreiasterziehung durch Ulrike Klinkmüller bei roten Johannisbeeren.

Reiche Ernte bei der Sauerkirsche der Sorte Morellenfeuer. Die letzten noch hängenden Früchte sind allerdings wieder von der Kirschessigfliege befallen.

Die Ersinger Frühzwetschge ist brechend voll und bereits reif.

Im vierten Jahr nach unserer Veredelung zeigt der Apfelbaum bereits reichen Behang.

Beim Walnussbaum hängen die Äste unter vollem Behang. Wir hoffen sehnlich auf Regen.

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