Veredelungskurs nach Kältekatastrophe

Über 30 aktive Streuobstfans, darunter auch acht Frauen, waren am letzten Samstag 22.4.2017 im Lehrgarten des OGV Mössingen angetreten, um das Veredeln von Obstbäumen praktisch zu erlernen.

Erstaunlich viel Zuversicht, nachdem der Nachtfrost von -7°C im Streuobstbau an den meisten Bäumen einen Totalschaden verursacht hat. Neben den offenen Blüten sind auch die noch völlig geschlossenen Blüten späterer Sorten und die bereits heranwachsenden Früchte irreversibel durch die Eiskristalle geschädigt.

Am schlimmsten hat es bereits austreibende Walnussbäume erwischt, bei denen die Blätter und Blütenanlagen wie Trauerflor herabhängen. Die Hoffnung auf eine gute Obsternte ist dahin.

Die Kursteilnehmer zeigten trotz dieses Rückschlags ihren Willen, weiter Energie in die Streuobstpflege zu stecken.

Zuerst galt es Schrägschnitte an den kellergelagerten Jahrestrieben unter erfahrener Anleitung zu üben und passende Edelreiser herzustellen. Hier konnte Hans Streib fachmännisch für sehr scharfe Klingen sorgen.

Für den nächsten Schritt standen acht an Holzböcken befestigte frische Aststücke von Apfelbäumen bereit.

Nach einer Demonstration durch den Kursleiter Werner Maier wurde die Herstellung eines  Pfropfkopfes in kleinen Gruppen durchgeführt. Die Rinde musste eingeschnitten, ein Rindenflügel abgehoben werden. Waren die Edelreiser eingeschoben konnte mit Bast stramm gebunden werden.

Der Verdunstungsschutz durch Wachs konnte wurde wegen der geringen Temperatur nur demonstriert.

Zum Abschluss wurden eine erfolgreiche zweijährige Veredelung  und ihre Nachbehandlung an einem Streuobstbaum analysiert.

Viel Beifall und positive Rückmeldungen der Teilnehmer sind uns Ansporn hier weiter Einsatz in der fachlichen Fortbildung für unsere Streuobstpflege zu zeigen.

Viel Interesse am Jungbaumschnittkurs 2017

Bei angenehm warmem Wetter fanden sich am Samstag 4. März 2017 über 30 wissbegierige Männer und Frauen zu diesem Kurs ein.

Vorstand Hans Wener erklärte an unserem Musterbaum sehr deutlich und einprägsam die Zielsetzung unserer Schnittmaßnahmen den Aufbau einer Oeschbergkrone.

Danach führte Albert Föll erste Erziehungsschnitte an Jungbäumen durch. Dabei erläuterte und begründete er fachmännisch die Führung der Leitäste, den passenden Anschnitt und das Ausblenden von Knospen.

Durch dieses Vorgehen werden optimale Leitastverlängerungen erzwungen und unerwünschte Innen- und Seitentriebe vehindert.

Werner Maier zeigte beim Erziehungsschnitt an mehreren Jungbäumen wie die klare Strategie der Oeschberg-Palmer-Methode das Vorgehen vereinfacht.

Leitastverlängerungen werden freigestellt und angeschnitten, innere Knospen ausgeblendet. Die Fruchtäste werden untergeordnet. Begleitende Fruchtäste werden angeschnitten. An der Stammverlängerung werden steile Konkurrenzäste zu den Leitästen entfernt, das schwächere Holz geschont.

Von den Kursteilnehmern gab es am Schluss viel Applaus und positive Rückmeldungen zum Nutzen des Kurses.

Mitgliederversammlung Fr. 17. 2. 2017

Bericht zur Mitgliederversammlung

Schnittkurs für Frauen

Am Freitagnachmittag 10.01.2017 konnte Vorstand Hans Wener fast 20 interessierte Frauen zum Schnittkurs begrüßen.

Ulrike Klinkmüller wusste anschließend mit Kompetenz und Klarheit zu überzeugen.
Sie gab Tipps zu geeigneten Werkzeugen und erläuterte wie man den Istzustand eines Johannisbeerstrauchs kritisch analysiert und passende Schnittmaßnahmen folgert:
Vergreiste Triebe werden entfernt und einige junge Triebe nachgezogen. Dabei ist auf gute Belichtung zu achten.

Sie erklärte die Vorteile einer Dreiastkrone der Johannisbeerpflanze am Draht und die Vermehrung der Beeren über Stecklinge.

Auch für Stachelbeeren, Brombeeren und Himbeeren demonstrierte sie adäquate Schnittmethoden.

Zum Abschluss machte sie mit dem Kronenaufbau am jungen Apfelbaum vertraut.

 

Steinlachtäler Premiummost als Lifestyleprodukt

Von den Aktiven des OGV Gomaringen initiiert konnten im Oktober 2016 gut ausgereifte Äpfel und Birnen bester Qualität aus den Streuobstwiesen zu einem Vorzugspreis bei der Sammelstelle Ludwig Junger in Stockach abgegeben werden.

An der Aktion sind inzwischen alle OGV’s des Steinlachtals und das Netzwerk Streuobst beteiligt.

Bei der Firma Häussermann erfolgten die Saftgewinnung und die kontrollierte Gärung.

In 0,5 l Pfandflaschen kann man den Most jetzt in zwei Geschmacksrichtungen genießen:

Die Flasche mit grünem Deckel enthält einen klassischen Most,

die Flasche mit rotem Deckel schmeckt fruchtiger und hat eine Restsüße.

Beide Getränke sind mit etwas Kohlensäure angereichert.

In Mössingen wird der Most bis dato bei Spezcom und bei Fischer’s Getränkemarkt angeboten.

Einfach mal probieren!

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