37°C - die Natur lechzt nach Wasser

Unsere Gärten sollen Biotope für heimische Tiere werden. Statt Schotter oder fremdländische Gehölze empfehlen sich z. B. heimische Beerengehölze, die intensiv von Insekten besucht und deren herrliche Früchte von uns genascht werden können. Bei diesem Behang von Ribes rubrum Rovada lacht das Herz.

Der Veredelungskurs war für Ende April vorgesehen und ist wegen Corona ausgefallen. Die Edelreiser, die seit Januar im feuchten Sand kühl und dunkel stehen, haben am unteren Ende auf Wurzelbildung geschaltet. Mit viel Mühe könnte man vielleicht einen speziellen, sortenreinen Apfelbaum daraus ziehen.

Unsere Obstbäume haben teilweise einen übermäßigen Fruchtansatz. Zusammen mit der starken Trockenheit können nur relativ kleine Früchte heranreifen. Was nach zwei trockenen Sommern oft fehlt ist eine ausreichende Belaubung. Daher sieht man bereits Früchte mit Schäden durch Sonnenbrand.

Nach Klarapfel und Nela reifen in Kürze James Grieve und Jakob Fischer heran.

Bei Jakob Fischer und Gewürzluiken ist es besonders schwer ein tragfähiges Leitastgerüst aufzubauen, da unter der  Fruchtlast auch vermeintlich stabile Äste nach unten absinken.

Bei diesem Apfelbaum der Sorte Kaiser Wilhelm ist eine gute Beschattung der Früchte durch ausreichend Neutrieb gegeben. Die vormaligen Leitastverlängerungen biegen sich unter Behang nach unten. Die neuen Verlängerungen sind zu schwach für einen starken Fruchtansatz im kommenden Jahr. Beim sortenspezifischen Baumschnitt kann man noch viel lernen.