Schnittkurs für Frauen 2023

30 interessierte Frauen konnte unser Vorstand im Lehrgarten zu diesem Schnittkurs begrüßen.


Die Kursleiterin Ulrike Klinkmüller erklärte und demonstrierte auf einprägsame Weise die Schnittmethoden bei Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren.
Sie zeigte exemplarisch den Oeschbergschnitt an einem jungen Apfelbaum.


Zum Schluss erläuterte sie den Rückschnitt bei Rosen und einigen Ziergehölzen.
Mit viel Beifall und reichlich Spenden gaben die Kursteilnehmerinnen ihrer Zufriedenheit Ausdruck.

Parallel zum Frauenschnittkurs war zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen. Neben den erfahrenen Aktiven die unsere Streuobstbäume fachgerecht beschnitten, waren auch drei junge Neumitglieder im Einsatz, denen wir unsere Erfahrungen im Oeschbergschnitt weitergeben konnten und die hohe Lernbereitschaft zeigten. Zum Abschluss gabs ein verdientes von Heide vorbereitetes schmackhaftes Vesper.

Erziehungsschnitt an Jungbäumen

Obwohl die Faschingsferien gerade begonnen hatten, konnte Vorstand Hans Wener  35 Interessierte zum Schnittkurs an jungen Streuobstbäumen begrüßen. Zuerst erklärten Albert Föll und Martin Wörnle das Ziel unserer Kronenerziehung an einer beispielhaften Oeschbergkrone.

Anschließend demonstrierten und erläuterten Albert

und Martin in Assistenz mit Hans Wener

ihren Gruppen den Erziehungsschnitt an jungen Apfelbäumen. Dabei wurden eifrig und fachkundig auch sortenspezifische Besonderheiten diskutiert.

Zum Abschluss zeigte Werner Maier an seinen wuchsigen Jungbäumen die klaren

Schnittregeln bei der Erziehung einer Oeschberg-Palmer-Krone:

  1. Neben der Stammverlängerung in Form einer Spindel werden vier Leitäste als stabile Achsen relativ steil geführt und angeschnitten.
  2. Die Bildung von passenden Fruchtästen wird durch das Ausbrechen von Knospen induziert.
  3. Innere und seitliche Triebe an den Leitästen und steile Triebe an der Stammverlängerung werden entfernt.

Die positive Resonanz der Kursteilnehmern zeigte, dass sich unser Einsatz gelohnt hat.

 

Schnittstrategie inTheorie und Praxis 7.1.23

Am Samstagvormittag 9.30 bis 11 Uhr war Theorie angesagt. Knapp 50 Interessierte platzierten sich möglichst nahe der Präsentationswand und waren gespannt auf den Vortrag


"Strategien zum Streuobstschnitt nach der Oeschberg Palmer Methode"
Durch anschauliches Bildmaterial unterstützt gelang es Werner Maier die Aufmerksamkeit hoch zu halten. 
Schlüssig erklärte er die vielen Nachteile der mehrstöckigen Kronen, wie sie noch häufig in unseren Streuobstbeständen zu sehen sind.
Anschließend verdeutlichte er Strategien für den Aufbau einer Oeschberg-Palmer-Krone, bei der vier steile Leitäste mit der Stammverlängerung fünf stabile Träger für gut belichtete Seiten- und Fruchtäste bilden (Fünfachser).
Die vier zentralen Fragen
- Wie gelingt es durch den Schnitt stabile Leitäste aufzubauen?
- Wodurch induziert man die Bildung von Fruchtästen an der Außenseite der Leitäste?
- Wie sorgt man für die laufende Erneuerung des Fruchtholzes?
- Was sollte man bei der Verjüngung älterer Bäume unbedingt beachten?
konnten dabei beantwortet und hinterfragt werden ( siehe Obstbaumschnitt).

Ab 13 Uhr freuten sich bei herrlichem Wetter ca. 60 Teilnehmer auf den
Praxiskurs zum Streuobstschnitt.
Eine kleinere Gruppe wurde von Ulrike Klinkmüller in die Schnittregeln bei Beerensträuchern

eingführt. Hier gilt es überalterte Triebe zu entfernen und junge Triebe auszulichten.

Für die Streuobstkursler  wurde zuerst der Aufbau einer Oeschbergkrone an einem Musterbaum erläutert Siehe unten)


Danach führte Werner Maier im Dialog mit Interessierten einen Pflegeschnitt an einer im Vorjahr geschnittenen Krone durch. Neue Leitastverlängerungen wurden angelegt und Ausgleichsschnitte durchgeführt.

Die nächsten Demonstrationsobjekte waren ungepflegte Streuobstbäume.
Hans Wener sorgte an einer Schweizer Wasserbirne mit dem Hochentaster wieder für Bodenfreiheit.

Albert Föll brachte einen verwilderten Brettacher gekonnt und zügig wieder auf eine sinnvolle Struktur. Durch das Anschneiden bzw. Einkürzen der Leitäste sorgte er für ausreichende Stabilität. Mit der Auslichtung zu dicht stehender Fruchtäste wurde die Belichtung verbessert.

Zuletzt galt es eine viel zu dichte Krone eines Linsenhofer Sämlings in eine Oeschbergstruktur zu bringen. Als Team sorgten Albert und Werner für die Ausführung geeigneter Vorschläge aus dem Publikum.

Um 16 Uhr durften wir dann ein dankbares und aufmerksames Publikum verabschieden.

Erfreulicherweise sorgte der städtische BufDi Fabrice zügig für die Abfuhr des Schnittmaterials.

Jungbaumprojekt 2022 erfolgreich abgeschlossen

Unsere Aktion zur Verjüngung der Streuobstbestände wurde wieder gut angenommen.
Die Baumschule Rall Eningen war bei der Beschaffung sehr erfolgreich, so dass nur wenige Sortenwechsel notwendig waren und letzlich alle Wünsche erfüllt werden konnten.
Am Freitag 4.11.2022 erfolgte die Anlieferung.

Fleißige Helferinnen und Helfer sorgten für die Sortierung und Vorbereitung des Zubehörs.

70 Empfänger erhielten 244 junge Streuobstbäume und werden so dafür sorgen, dass auch in Zukunft junge Obstbäume unsere Streuobstwiesen bereichern.

Um aus dem Jungbaum einen vitalen Baum werden zu lassen, sind einige Pflegemaßnahmen unerlässlich. Wichtige Tipps zm Pflanzschnitt und  zur Pflege finden Sie hier.

Bei den sieben Jungbaumaktionen, die der OGV Mössingen seit 2014 organisiert  sind damit  insgesamt 1918 Jungbäume ausgeliefert worden.

OGV Aktivitäten zu Apfelwoche und Apfelfest

Im Rahmen der Apfelwoche fanden am Dienstag,  27. September 2022 im Lehrgarten zwei  Veranstaltungen statt: 

Von 17 bis 18 Uhr informierte der OGV Mössingen:
Bei einer Lehrgartenführung anschaulich über geeignete Obstgehölze und sinnvolle Pflege.
Daneben wurde von Hans Streib das Dengeln von Sensen demonstriert.

Anschließend gaben Rainer Gaub und Ralf Steinhilber
eine höchst interessante powerpointgestützte Einführung zum Thema
„Von der Maische zum Destillat“.
Dabei konnten alle Fragen rund ums „Brennen“ mit den Fachleuten diskutiert werden.
Die Powerpoin-Präsentation von Reiner Gaub finden sie hier.

Am Sonntag, den 2. Oktober 2022 fand das traditionelle Mössinger Apfelfest statt,
Das Netzwerk Streuobst hatte für viele attraktive Angebote zum Thema Streuobst gesorgt. Zusammen mit dem verkaufsoffenen Sonntag zog die Veranstaltun  viele Besucher an.

Um die von Albert Föll, Werner Maier und Joachim Reutter vorbereitete große Obstsortenausstellung  in der Tonnenhalle pilgerten den ganzen Tag viele Interessierte. Trotz dem wetterbedingtenTotalausfall mancher Obstsorten gab es neben Wildobstfrüchten immerhin noch 106 Apfel- und 35 Birnensorten aus der Region zu bestaunen. Eine Reihe von Besuchern freuten sich, dass wir ihre Obstsorten bestimmen konnten.

Erfolgreiche Arbeit leisteten die Teams vom OGV Belsen und OGV Mössingen bei der Bewirtung mit Würsten, Schnitzelwecken und Getränken.

Im Gebäude fanden die selbstgebackenen Kuchen und Kaffee viel Zuspruch.

Die Mühen haben sich gelohnt. Die Besucher hatten wieder viel Freude an den interessanten Angeboten.

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