Jungbaumprojekt 2026

Verjüngen sie ihre Streuobstwiese

Der OGV Mössingen organisiert in diesem Herbst wieder ein Projekt zur Neupflanzung von Jungbäumen (Apfel, Birnen, Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen, Walnuss und Quitten) auf Streuobstwiesen.

Hochstämmige Jungbäume werden vom Land Baden-Württemberg über EU-Mittel bezuschusst.

Mit dieser Maßnahme können sie unsere Streuobstlandschaft vital erhalten. Auch unsere Enkel sollten sich noch über gesunde Obstbäume freuen.

Sie können Streuobstbäume passender Sorten zu günstigen Konditionen erwerben.

Der Preis pro Baum einschließlich Pfahl, Kokosstrick und Stammschutz wird 39 € betragen.

Mit Zubehör müssen bei Walnuss (im Pflanzgefäß) 70 € und bei Quitte 48 € entrichtet werden.

Eine Obstsortenliste finden Sie z. B. im Internet unter Rall Baumschulen Sortiment im Kapitel Obstgehölze oder auf unserer Internetseite ogv-moessingen unter Wissen (links).

Die Bäume müssen auf freien Streuobstwiesen auf der Gemarkungen Mössingen, Belsen, Öschingen oder Talheim gepflanzt werden.

Bitte bestellen Sie ab 30. August bis spätestens 30. September 2026

per E-Mail an jungbaumbestellung@ogv-moessingen.de
oder notfalls schriftlich an Daniela Häberle Schulstraße 1 Mössingen-Öschingen.

Geben Sie unbedingt Ihre Adresse, Telefonnummer, Baumsorten und Flurstücks Nummer(n) an, auf denen die Bäume gepflanzt werden.

Die Jungbäume werden mit Zubehör dann im November 2026 voraussichtlich am Samstag, 7.11.2026 ab 9.00 Uhr im Lehrgarten des OGV Mössingen zur Abholung bei Barzahlung bereitgestellt.

Streuobst leidet unter extremer Trockenheit und Hitze

Viele Apfelbäume haben wegen des vorjährigen Vollertrags in diesem Jahr keinen Fruchtansatz. Unter denen, die Früchte angesetzt haben, reduzieren sich derzeit die Erntaussichten auf verschwindende Mengen. .

Wegen der Trockenheit und Hitze wachsen nur sehr kleine und saftarme Früchte heran. Der starke Verwurmung durch Apfelwickler führt zur Notreife und vorzeitigem Fruchtfall.

Häufig werden die Früchte von Wespen angefressen und faulen. Im Bild unten sind von den sechs James Grieve Früchten vier verwurmt. Zwei sind zusätzlich von Wespen angefressen.

Oft liegen über 50% der Früchte bereits verwurmt und faulend am Boden. 

Viele bereits geschwächte Streuobstbäume kämpfen ums Überleben. Die Klimaveränderung schlägt in allen Ökosystemen, insbesondere in den landwirtschaftlichen Flächen und Waldgebieten erbarmungslos zu. Trotzdem ist bei vielen Menschen noch wenig Bereitschaft vorhanden, unseren luxuriösen Lebensstil einzuschränken und damit den eigenen Anteil an dieser katastrophalen Entwicklung deutlich zu verringern. 

Tag der offenen Gartentür

Tag der offenen Gartentür begeistert zahlreiche Besucher

Bei bestem Sommerwetter konnte der OGV Mössingen am 6. Juli zahlreiche Gäste zum Tag der offenen Gartentür im Lehrgarten begrüßen. Neben Kaffee und Kuchen, Grillwürsten, Streuobst-Cocktails und prämierten Mosten standen vor allem die Fachführungen im Mittelpunkt.

Die Besucher erhielten spannende Einblicke in Obstbaumschnitt, Veredelung, verschiedene Baumformen sowie aktuelle Herausforderungen durch den Klimawandel. Besonderes Interesse weckte die Vorstellung des neuen Affolter-Forschungsprojekts, das der OGV Mössingen gemeinsam mit dem Deutschen Pomologen-Verein und der Forschungseinrichtung Weißenburg durchführt. Ziel ist die Entwicklung klimafester Anbauverfahren für den Streuobstbau.

Viele interessante Gespräche, fachlicher Austausch und ein kurzer Regenschauer zum Abschluss rundeten einen rundum gelungenen Tag der offenen Gartentür ab.

OGV Most punktet bei der Landkreis Mostprämierung

Der OGV Mössingen konnte mit einem Bittenfelder Most bei der kreisweiten Mostprämierung 2026 im Landratsamt Tübingen einen hervorragenden dritten Platz erreichen. Der naturbelassene Vereinsmost überzeugte die Jury mit seiner Frische, Harmonie und ausgewogenen Charakteristik. Insgesamt traten 15 hochwertige Streuobstmoste aus dem gesamten Landkreis gegeneinander an. Besonders bemerkenswert: Der prämierte Most wurde ohne Schönung, Klärung oder Schwefelung traditionell in einer Hausmosterei aus sortenreinen Bittenfelder Äpfeln hergestellt.

Mössinger Mostseminar 2026

Der OGV Mössingen, das Mössinger Kulturcafé und das Netzwerk Streuobst veranstalteten am 24. April das Mostseminar 2026 im Café Pausa. Verkostet wurden Hausmoste und kommerzielle Produkte, darunter auch spannende Erstbeiträge neuer, junger Teilnehmer. Die Bewertung erfolgte verdeckt nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie. Ein fachlicher Impuls von Michael Niethammer zur Hefekunde und Süßmoststabilisierung rundete das Programm ab.

Die Ergebnisse lagen eng beieinander und unterstrichen die hohe Qualität der Moste. Besonders erfreulich: Viele private Moste schnitten besser ab als kommerzielle Produkte.

Den ersten Platz belegte der OGV Mössingen mit einem sortenreinen Bittenfelder Most – klassisch hergestellt ohne Zusätze.

Weitere Ergebnisse sind wie folgt:

Platz 1: OGV Mössingen Vereinsmost

Platz 2: Hans Wener

Platz 3: Werner Kuder

Platz 4: Ernst Schneider und Jörg Wagner

Platz 6: Günter Krautter 

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