Jungbaumbeschaffung, Abgabetermin, Pflanzgruben

Unsere Aktion zur Verjüngung der Streuobstbestände wurde wieder gut angenommen.
63 Gütlesbesitzer haben erfreulicherweise insgesamt 255 junge Streuobstbäume bestellt und werden so dafür sorgen, dass auch in Zukunft noch vitale Obstbäume unsere Umwelt bereichern.

Leider ist dieses Jahr die Beschaffung der Jungbäume für die Baumschule sehr schwierig und noch nicht abgeschlossen. Eine Information über nicht lieferbare Bäume ist leider noch nicht möglich.
Die Abgabe  erfolgt bei Barzahlung voraussichtlich am Samstag  6. November 2021 von 9 bis 11.30 Uhr am Lehrgarten.
Ein Streuobstbaum mit Baumpfahl, Stammschutz und Kokosstrick kostet 28 €.
Bei mehreren Bäumen ist es vorteilhaft, wenn die Pflanzgruben schon in den Wochen zuvor erstellt werden.
Wir empfehlen die Pflanzanleitung auf unserer Internetseite ogv-moessingen.de unter „Wissen“ vorher anzuschauen.

Welche der insgesamt 98 gewählten Sorten auf Mössinger Streuobstwiesen gedeihen, wird auch eine gute Pflege (siehe Bild oben) und das Klima entscheiden.
Bei den sieben Jungbaumaktionen, die der OGV Mössingen seit 2014 organisiert  sind damit  insgesamt 1773 Jungbäume ausgeliefert.

Kampf gegen die "Mistelseuche"

Viele Apfelbäume werden durch den extrem zunehmenden Mistelbefall stark geschädigt und zum Absterben gebracht.

Karoline Kleinz, Studentin an der Forsthochschule Rottenburg, hat in ihrer Bachelorarbeit den Mistelbefall an einem Apfelbaum in Mössingen intensiv untersucht. Der absterbende Baum wies 1277 Befallsstellen des Parasiten auf.

Am Freitag 24.9.2021 hat unser Vorstand Hans Wener hat zusammen mit Frau Kleinz einen Kurs zur Bekämpfung des Mistelbefalls an einem Apfelbaum abgehalten. Mit einer Stangensäge wurden befallene Zweige entfernt. An starken Ästen des Baumgerüstes können lediglich die äußeren Teile der Mistelpflanze entfernt werden. Hier müssen neue Mistelaustriebe in den kommenden Jahren abgeschnitten werden.

Stabilitätspobleme und Erntereife bei Streuobstbäumen

Spätestens bei einem Vollbehang zeigt sich, ob wir unsere Krone durch passenden Rückschnitt stabil genug aufgebaut haben. Das ist bei Rewena sortenbedingt schwierig und bei diesem Leitast nicht gelungen.

Hier wurde ein Baum gepflanzt, bei dem nicht auf Sämlingsunterlage veredelt wurde.Ohne Stütze ist eine ausreichende Standfestigkeit nicht gegeben

Goldparmäner (Bild unten) sind bei uns jetzt erntereif.

Die herrlich gefärbten Rubinola(unten) können geerntet werden. Bei Boskoop, Brettacher und Berlepsch ist die Erntereife noch nicht erreicht.

Bei Topaz gibt es wieder unterständige Astpartien mit stark verminderter Fruchtqualität(klein, ohne Färbung). Ursache ? Außerdem beobachtet man besonders bei Topaz einen vorzeitigen Blattfall. Ursächlich ist ein Pilzbefall durch Marssonia coronaria.

Hagelfreie Zonen mit guten Ernteaussichten

Die folgenden Bilder stammen von einer Mössinger Streuobstwiese ohne Hagelschlag.

Das Bild unten zeigt eine fünfjährige Veredelung mit anschließender Oeschbergerziehung - noch halten die steilen aber zu schwachen Leitäste der Belastung stand.

Rewena trägt wieder massenhaft Früchte, die eher schwachen, biegsamen Triebe können die große Last ohne Bruch tragen.

Bei diesem Boskoop ist ein eher mittlerer Ertrag in Aussicht.

Dieser Goldparmäner trägt viel zu viele Früchte. Kleine Früchte und Astbruchgefahr sind die Folgen.

Guter Ansatz auch bei den witterungsempfindlichen Berlepschbäumen.

Locker verteilt sind die Früchte bei Rubinola, der sich als leckerer Tafelapfel entpuppt hat. Welcher der abgebildeten Äpfel beherbergt eine Insektenlarve?

Ernteaussichten 2021

Wie sieht es mit dem Obst derzeit aus?

Der Ertrag bei Kirschen ist wegen der Frosttemperaturen während der Blüte minimal und aufgrund der vielen Regenfälle oft durch Aufplatzen und Monilia geschädigt.

Bei Äpfeln, Birnen und Mirabellen ist zum Teil ein guter Fruchtansatz vorhanden. Allerdings gibt es wetterbedingte Schädigungen.
Diese Äpfel z. B. zeigen die Auswirkung der Nachtfröste im Frühjahr.

Leider hat auch unser Lehrgarten unter den Unwettern gelitten. Diese Äpfel und Blätter wurden durch Hagel stark geschädigt.

An anderen Standorten sind die Früchte bisher ohne Schäden geblieben und geben uns die Hoffnung auf eine reiche Ernte.

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