OGV Most punktet bei der Landkreis Mostprämierung

Der OGV Mössingen konnte mit einem Bittenfelder Most bei der kreisweiten Mostprämierung 2026 im Landratsamt Tübingen einen hervorragenden dritten Platz erreichen. Der naturbelassene Vereinsmost überzeugte die Jury mit seiner Frische, Harmonie und ausgewogenen Charakteristik. Insgesamt traten 15 hochwertige Streuobstmoste aus dem gesamten Landkreis gegeneinander an. Besonders bemerkenswert: Der prämierte Most wurde ohne Schönung, Klärung oder Schwefelung traditionell in einer Hausmosterei aus sortenreinen Bittenfelder Äpfeln hergestellt.

Mössinger Mostseminar 2026

Der OGV Mössingen, das Mössinger Kulturcafé und das Netzwerk Streuobst veranstalteten am 24. April das Mostseminar 2026 im Café Pausa. Verkostet wurden Hausmoste und kommerzielle Produkte, darunter auch spannende Erstbeiträge neuer, junger Teilnehmer. Die Bewertung erfolgte verdeckt nach Aussehen, Geruch, Geschmack und Harmonie. Ein fachlicher Impuls von Michael Niethammer zur Hefekunde und Süßmoststabilisierung rundete das Programm ab.

Die Ergebnisse lagen eng beieinander und unterstrichen die hohe Qualität der Moste. Besonders erfreulich: Viele private Moste schnitten besser ab als kommerzielle Produkte.

Den ersten Platz belegte der OGV Mössingen mit einem sortenreinen Bittenfelder Most – klassisch hergestellt ohne Zusätze.

Weitere Ergebnisse sind wie folgt:

Platz 1: OGV Mössingen Vereinsmost

Platz 2: Hans Wener

Platz 3: Werner Kuder

Platz 4: Ernst Schneider und Jörg Wagner

Platz 6: Günter Krautter 

Viele Apfelbäume ohne Blüten

Nachdem die meisten Kirschen, Zwetschgen und Birnbäume auch in diesem Frühjahr eine herrliche Blüte für unsere Insekten entwickelt haben, zeigt sich bei unseren Apfelbäumen vielfach ein vollständiger Blütenausfall. Offensichtlich hat der maximale Fruchtansatz und dessen Versorgung die Entwicklung der Blütenanlagen im letzten Sommer verhindert. Bei mir stehen z. B. Topaz, Schweizer Glockenapfel, Boskoop und Goldparmäne nach letztjährigem Vollertrag ganz ohne Blüten da. Ein Berlepsch, der wenig Ertrag brachte, blüht ordentlich. Siehe Bild unten.

Tagsüber ist es warm genug, so dass unsere Honigbienen fleißig bestäuben können. Allerdings dürfte es öfters an passendem Frempollen fehlen.

Auch ein Brettacher zeigt am zweijährigen Trieb herrliche Blüten vor dem blauen Himmel.

Bei den Walnüssen sind die Blüten bei einigen frühblühenden Sorten erfroren. Die meisten später blühenden Sorten sind wie unten abgebildet jetzt in der Blüte. Links der männliche Blütenstand, rechts die Narben zweier Nüsse.

 

Veredelungskurs 2026

Bei idealem Veredelungswetter, warm und trocken, fanden sich 28 lernbereite Frauen und Männer ein,
die in unserem Praxiskurs das Rindenpfropfen lernen wollten.


Nach der Erklärung der wichtigen morphologischen Strukturen wie Kambium und Leitungsbahnen demonstrierte und erläuterte Werner Maier die Arbeitsschritte beim Rindenpfropfen.
Für das nachfolgende Praktikum lagen Edelreiser und stärkere Aststücke vom Apfelbaum als Übungsmaterial und scharfe Veredelungsmesser bereit.
Mit Anleitung und Tipps unseres erfahrenen Teams mit Hans Wener, Martin Wörnle, Walter Tammert und Ernst Schneider konnten zuerst Schrägschnitte für die Edelreiser geübt werden.
Anschließend galt es die Pfropfköpfe an den eingespannten Aststücken so vorzubereiten, dass die Reiser eingeschoben werden konnten.
Danach wurde die straffe Verbindung mit Bast erlernt und der Verdunstungsschutz mit Veredelungswachs durchgeführt.


Zum Abschluss wurde an der letztjährigen erfolgreichen Veredelung an einem jungen Apfelbaum erklärt, wo man die Veredelungsstellen festlegt, wofür die Zugäste wichtig sind und wie der erste Schnitt auszuführen ist.
Eine Anleitung zum Veredeln finden sie hier

 

Großer Andrang bei Essig- und Cidrewerkstatt 2026

Am 14. März 2026 fand die diesjährige Essig- und Ciderwerkstatt des OGV Mössingen statt – und das Interesse war überwältigend. Trotz Regen kamen zahlreiche Gäste aus dem Raum Mössingen, Reutlingen und Rottenburg in das Vereinsheim im OGV Lehrgarten.

Nach einem Einführungsvortrag über Essigherstellung durften die Teilnehmenden selbst aktiv werden: Mitgebrachter Most wurde geprüft, mit Essigmutter-Kulturen angesetzt und für die Reifung zu Hause vorbereitet. Im zweiten Teil stand die Herstellung von Cider im Fokus. Nach einer Verkostung von Vorjahreskreationen stellten die Teilnehmer ihren eigenen Cider her – mit individueller Dosage und spezieller Hefe in echten Sektflaschen. Diese dürfen nun zuhause reifen, bevor sie 2027 verkostet werden. Die Veranstaltung war kostenlos, lediglich Materialien wurden zum Selbstkostenpreis abgegeben. Vorträge zum Nachlesen gibt es auf der OGV-Website unter „Wissen“.

Nächster Termin:
Mössinger Mostseminar am 24. April 2026, 19 Uhr im Café Pausa. Anmeldung und Infos über die OGV-Website oder die lokale Presse.

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