Mostseminar 2023

Alle 80 Teilnehmer waren beim 15. Mostseminar gefordert, die 20 eingereichten Mostproben zu bewerten.


Die Aktiven des Kulturcafes Chamäleon sorgten mit Schmalzbroten und Zwiebelberta für eine passende Nahrungsgrundlage.
Michael Niethammer gab zur Einstimmung Ratschläge des Stöcklebauern auf urschwäbisch zum Besten. Hans Wener erklärte den Ablauf der Mostbeurteilung.
Dabei war an jedem der 13 Tische eine Punkteliste zu erstellen.
Zu bewerten war neben der Farbe und Klarheit der Geruch, der Geschmack und die Harmonie des jeweiligen Mostes.
Christoff Herrman sorgte mit Volksliedern auf seinem Akkordeon für passende Begleitmusik.
Während der Auswertung hielt Michael Niethammer wieder einen lehrreichen und humorvollen Vortrag zur Mostherstellung.
Danach waren alle Mostlieferanten gespannt wie Ihr Getränk abgeschnitten hat.


Mit 225 Punkten hat Willi Schmalz aus Wurmlingen bereits zum vierten Mal den ersten Platz gewonnen. Zweiter wurde Hans Streib vom OGV Mössingen mit 212 Punkten. An dritter Stelle lag Rainer Hirt aus Ofterdingen mit 209 Punkten.
Zum Schluss veriet Willi Schmalz die Geheimnisse seines Erfolgs.

Veredelungskurs 2023

Bei idealem Verdelungswetter, warm und trocken, fanden sich 25 lernbereite Frauen und Männer ein,
die in unserem Praxiskurs das Rindenpfropfen lernen wollten.
Nach der Info zum Kursablauf demonstrierte und erläuterte Werner Maier die Arbeitsschritte beim Rindenpfropfen.
Für das nachfolgende Praktikum lagen reichlich Übungsmaterial und scharfe Veredelungsmesser bereit.Mit Anleitung und Tipps unseres erfahrenen Teams mit Albert, Christian, Hans und Martin konnten zuerst Schrägschnitte der Edelreiser geübt werden.


Danach galt es die Pfropfköpfe so vorzubereiten, dass die Reiser eingeschoben werden konnten. Zuletzt wurde die straffe Verbindung mit Bast erlernt.
Auch Frieder Vollmer vom OGV Dußlingen und Norbert Sauer vom OGV Nehren trugen mit ihrem Fachwissen zum Gelingen des Kurses bei.
Einige Kursteilnehmer schritten mit den angebotenen Edelreisern gleich zur Tat und machten erste Veredelungsversuche an eigenen Bäumen.


Für die restlichen Teilnehmer wurde die Veredelung eines jungen Jakob Fischer Apfelbaumes demonstriert.


Viele positive Rückmeldungen bestärkten uns einen solchen Kurs auch 2024 durchzuführen.

Schnittkurs für Frauen 2023

30 interessierte Frauen konnte unser Vorstand im Lehrgarten zu diesem Schnittkurs begrüßen.


Die Kursleiterin Ulrike Klinkmüller erklärte und demonstrierte auf einprägsame Weise die Schnittmethoden bei Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren.
Sie zeigte exemplarisch den Oeschbergschnitt an einem jungen Apfelbaum.


Zum Schluss erläuterte sie den Rückschnitt bei Rosen und einigen Ziergehölzen.
Mit viel Beifall und reichlich Spenden gaben die Kursteilnehmerinnen ihrer Zufriedenheit Ausdruck.

Parallel zum Frauenschnittkurs war zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen. Neben den erfahrenen Aktiven die unsere Streuobstbäume fachgerecht beschnitten, waren auch drei junge Neumitglieder im Einsatz, denen wir unsere Erfahrungen im Oeschbergschnitt weitergeben konnten und die hohe Lernbereitschaft zeigten. Zum Abschluss gabs ein verdientes von Heide vorbereitetes schmackhaftes Vesper.

Erziehungsschnitt an Jungbäumen

Obwohl die Faschingsferien gerade begonnen hatten, konnte Vorstand Hans Wener  35 Interessierte zum Schnittkurs an jungen Streuobstbäumen begrüßen. Zuerst erklärten Albert Föll und Martin Wörnle das Ziel unserer Kronenerziehung an einer beispielhaften Oeschbergkrone.

Anschließend demonstrierten und erläuterten Albert

und Martin in Assistenz mit Hans Wener

ihren Gruppen den Erziehungsschnitt an jungen Apfelbäumen. Dabei wurden eifrig und fachkundig auch sortenspezifische Besonderheiten diskutiert.

Zum Abschluss zeigte Werner Maier an seinen wuchsigen Jungbäumen die klaren

Schnittregeln bei der Erziehung einer Oeschberg-Palmer-Krone:

  1. Neben der Stammverlängerung in Form einer Spindel werden vier Leitäste als stabile Achsen relativ steil geführt und angeschnitten.
  2. Die Bildung von passenden Fruchtästen wird durch das Ausbrechen von Knospen induziert.
  3. Innere und seitliche Triebe an den Leitästen und steile Triebe an der Stammverlängerung werden entfernt.

Die positive Resonanz der Kursteilnehmern zeigte, dass sich unser Einsatz gelohnt hat.

 

Schnittstrategie inTheorie und Praxis 7.1.23

Am Samstagvormittag 9.30 bis 11 Uhr war Theorie angesagt. Knapp 50 Interessierte platzierten sich möglichst nahe der Präsentationswand und waren gespannt auf den Vortrag


"Strategien zum Streuobstschnitt nach der Oeschberg Palmer Methode"
Durch anschauliches Bildmaterial unterstützt gelang es Werner Maier die Aufmerksamkeit hoch zu halten. 
Schlüssig erklärte er die vielen Nachteile der mehrstöckigen Kronen, wie sie noch häufig in unseren Streuobstbeständen zu sehen sind.
Anschließend verdeutlichte er Strategien für den Aufbau einer Oeschberg-Palmer-Krone, bei der vier steile Leitäste mit der Stammverlängerung fünf stabile Träger für gut belichtete Seiten- und Fruchtäste bilden (Fünfachser).
Die vier zentralen Fragen
- Wie gelingt es durch den Schnitt stabile Leitäste aufzubauen?
- Wodurch induziert man die Bildung von Fruchtästen an der Außenseite der Leitäste?
- Wie sorgt man für die laufende Erneuerung des Fruchtholzes?
- Was sollte man bei der Verjüngung älterer Bäume unbedingt beachten?
konnten dabei beantwortet und hinterfragt werden ( siehe Obstbaumschnitt).

Ab 13 Uhr freuten sich bei herrlichem Wetter ca. 60 Teilnehmer auf den
Praxiskurs zum Streuobstschnitt.
Eine kleinere Gruppe wurde von Ulrike Klinkmüller in die Schnittregeln bei Beerensträuchern

eingführt. Hier gilt es überalterte Triebe zu entfernen und junge Triebe auszulichten.

Für die Streuobstkursler  wurde zuerst der Aufbau einer Oeschbergkrone an einem Musterbaum erläutert Siehe unten)


Danach führte Werner Maier im Dialog mit Interessierten einen Pflegeschnitt an einer im Vorjahr geschnittenen Krone durch. Neue Leitastverlängerungen wurden angelegt und Ausgleichsschnitte durchgeführt.

Die nächsten Demonstrationsobjekte waren ungepflegte Streuobstbäume.
Hans Wener sorgte an einer Schweizer Wasserbirne mit dem Hochentaster wieder für Bodenfreiheit.

Albert Föll brachte einen verwilderten Brettacher gekonnt und zügig wieder auf eine sinnvolle Struktur. Durch das Anschneiden bzw. Einkürzen der Leitäste sorgte er für ausreichende Stabilität. Mit der Auslichtung zu dicht stehender Fruchtäste wurde die Belichtung verbessert.

Zuletzt galt es eine viel zu dichte Krone eines Linsenhofer Sämlings in eine Oeschbergstruktur zu bringen. Als Team sorgten Albert und Werner für die Ausführung geeigneter Vorschläge aus dem Publikum.

Um 16 Uhr durften wir dann ein dankbares und aufmerksames Publikum verabschieden.

Erfreulicherweise sorgte der städtische BufDi Fabrice zügig für die Abfuhr des Schnittmaterials.

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