37°C - die Natur lechzt nach Wasser

Unsere Gärten sollen Biotope für heimische Tiere werden. Statt Schotter oder fremdländische Gehölze empfehlen sich z. B. heimische Beerengehölze, die intensiv von Insekten besucht und deren herrliche Früchte von uns genascht werden können. Bei diesem Behang von Ribes rubrum Rovada lacht das Herz.

Der Veredelungskurs war für Ende April vorgesehen und ist wegen Corona ausgefallen. Die Edelreiser, die seit Januar im feuchten Sand kühl und dunkel stehen, haben am unteren Ende auf Wurzelbildung geschaltet. Mit viel Mühe könnte man vielleicht einen speziellen, sortenreinen Apfelbaum daraus ziehen.

Unsere Obstbäume haben teilweise einen übermäßigen Fruchtansatz. Zusammen mit der starken Trockenheit können nur relativ kleine Früchte heranreifen. Was nach zwei trockenen Sommern oft fehlt ist eine ausreichende Belaubung. Daher sieht man bereits Früchte mit Schäden durch Sonnenbrand.

Nach Klarapfel und Nela reifen in Kürze James Grieve und Jakob Fischer heran.

Bei Jakob Fischer und Gewürzluiken ist es besonders schwer ein tragfähiges Leitastgerüst aufzubauen, da unter der  Fruchtlast auch vermeintlich stabile Äste nach unten absinken.

Bei diesem Apfelbaum der Sorte Kaiser Wilhelm ist eine gute Beschattung der Früchte durch ausreichend Neutrieb gegeben. Die vormaligen Leitastverlängerungen biegen sich unter Behang nach unten. Die neuen Verlängerungen sind zu schwach für einen starken Fruchtansatz im kommenden Jahr. Beim sortenspezifischen Baumschnitt kann man noch viel lernen.

1. Arbeitseinsatz nach Corona Lähmung

Ein Dutzend Mitglieder sorgten am 30. Juni 2020 mit ihrem tatkräftigen Einsatz für die Ausführung der notwendigen Pflegearbeiten.

Bei den Beeren und Spindeln musste Konkurrenzwuchs entfernt werden.

Unser Fachmann Richard konnte die Motorstartprobleme am gespendeten Balkenmäher beheben.

Bei einigen durch Rindenverletzungen und schwarzem Rindenbrand abgestorbene Bäumen wurde die Krone abgesägt und die Rodung vorbereitet.

Der Graswuchs am Zaun wurde mit der Motorsense wieder gründlich entfernt.

An den städtischen Jungbäumen auf dem Deponiegelände galt es, das noch stehende Heugras abzumähen und Wurzel- bzw. Stammausschläge zu entfernen.

Beim gemeinsamen Vesper mit Coronaabständen gab es einen regen Informations- und Meinungsaustausch.

Bei der anschließenden Ausschusssitzung wurde bekanntgegeben, dass der Jahresausflug und  das Apfelfest dieses Jahr wegen Corona ausfallen müssen.

 

Freude über Regenwetter

45 l Regen pro Quadratmeter haben hier in Mössingen Anfang Mai die obersten Erdschichten etwas durchfeuchtet und den Pflanzen dringend benötigtes Wasser  beschert.

Für Gras und Getreide brachte der Regen noch einen Wachstumsschub.

Bei unseren Obstbäumen zeigen Kirschen

und Birnen einen erfreulichen Fruchtansatz..

Auch Walnüsse haben die Nachtfröste gut überstanden.

Wassernot bei Jungbäumen

Junge Obstbäume die frisch oder die letzten zwei Jahre gepflanzt wurden fehlen tiefe Wurzeln.

Sie müssen jetzt bei der extremen Trockenheit gründlich gewässert werden.

Raupen (Frostspannerraupen u. a.), die oft an den Triebspitzen der Jungbäume versteckt sind entfernen.

Jetzt haben die Raupen der Apfelgespinstmotten ihre Winterlager verlassen und spinnen sich zwischen die Blätter ein. Die etwa 50 Raupen eines Geleges können einen jungen Apfelbaum fast kahl fressen. Die Gespinste mit den Blättern jetzt rasch entfernen und zerquetschen.

Für die jetzt noch blühenden späten Apfelbäume ist die Bestäubung wetterbedingt optimal. Der Fruchtansatz bei Zwetschgen, Mirabellen, Kirschen und Birnen ist teilweise recht gut.

Allerdings ist die Austrocknung unserer Böden bereits wieder katastrophal.

Ohne kräftige und langanhaltende Regenfälle ist auch für unser Streuobst wenig Hoffnung auf eine gute Ernte.

Herrliche Streuobstblüte über Ostern 2020

Seit Karfreitag zeigen sich viele Streuobstbäume in schönster Blütenpracht. Einige aktuelle Bilder belegen dies.

Diese oberösterreichische Weinbirne ist ein wahrer Augenschmaus.

Die Evolution hat bei diesem Gelbmöstlerbaum eine gewaltige Überproduktion an Blüten begünstigt.

Birnenblüten in verschiedenen Entwicklungsstadien; Bildmitte und drüber noch geschlossene rotgefärbte Staubbeutel; unterhalb rechts gelbliche Staubbeutel geöffnet, in der Blütenmitte die klebrigen Narben auf fünf Griffeln

Frühe Apfelsorten, hier ein Jakob Fischer beginnen bereits zu blühen

Falls sie dieses Blütenparadies in Natura sehen möchten, müssen Sie rasch hinaus in unsere Streuobstlandschaft.

 

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