Erste Obstblüte bei katastrophaler Trockenheit

Bereits am 25. März 2022 zeigt sich dieser Steinobstbaum in prachtvoller Blüte.

Unzählige Honigbienen sind fleißig beim Sammeln des Nektars und bestäuben die Blüten.

Aktuelle Beobachtungen zum Obstbaumschnitt

Leider wird der von uns seit über 20 Jahren favorisierte Oeschberg-Palmer-Schnitt nur selten angewandt.
Am häufigsten sieht man immer noch die Erziehung von Streuobstkronen zu Mehrstöckern, siehe Bild unten.

Folge dieser Strategie: Die unteren Stockwerke verkahlen.
Auf den flachen Ästen bilden sich jedes Jahr viele Ständertriebe.
Diese Art des Schnittes ist also eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, die man sich klugerweise abgewöhnen sollte..

Ein "Studium"unserer Schnittanweisungen vor dem nächsten Streuobstschnitt dürfte sich lohnen.

Die Bilder unten zeigen Kronen von 6 jüngeren Apfelbäumen, die wir auf der vormaligen Deponie unter widrigen Bodenverhältnissen nach der Oeschberg-Palmer-Methode erziehen.
Wichtig: Die schlanke Mitte und 4 steile Leitäste mit passenden Fruchtästen bilden 5 dominante Achsen. Zwischen den Leitästen halten wir bequeme Leitergassen frei.

Um die Bildung von Fruchtästen aus Außenknospen zu sichern, werden konkurrierende innere und seitliche Knospen entfernt!

Schnittkurs für Frauen 12. März 2022

27 interessierte Frauen fanden sich bei herrlichem Frühlingswetter zum Schnittkurs ein.

Die Kursleiterin Ulrike Klinkmüller begrüßte und gab Tipps zu geeigneten Baumscheren, Astsägen und standsicheren, leichten Leitern.

Danach demonstrierte und erklärte Ulrike den Schnitt von Himbeeren und Brombeeren.

 

Sie zeigte die Schnittmethoden bei Johannis- und Stachelbeeren. Ältere Triebe werden entfernt, junge Triebe werden nachgezogen. Dabei wird auf optimale Belichtung geachtet.

Viel Interesse fand der Schnitt einer Strauchrose (kein Bild) der eine schöne Blüte sichert.

Zum Abschluss erläuterte und demonstrierte die Kursleiterein den Schnitt eines mehrjährigen Apfelbaumes nach der Oeschberg-Palmer Methode.

Nach dem zweistündigen Intensivkurs bedankten sich die Frauen mit viel Beifall bei der kompetenten Kursleiterin.

 

Arbeitseinsatz Baumschnitt 5. März 2022

"Junges Blut beim OGV - zugeflogen und eingetreten" titelte unser Schriftführer Joachim Funk im Pressebericht. Gemeint waren unsere fünf jungen bzw. junggebliebenen Neumitglieder, die sich in kleiner Gruppe unter Anleitung aktiv in den Schnitt von Streuobst einarbeiten konnten und ein "zugeflogener" Turmfalke..

Unten überlegen Hartmut, Hans und Uwe passende Eingriffen beim Jungbaumschnitt.

Hier zeigt Roman am Gewürzluikenbaum, dass er schon eine Menge Schnitterfahrung hat.

Unsere Jungmitglieder Alexander und Lukas scheinen Spass bei ihren ersten Schnittversuchen zu haben.

Auch bei diesem Frauenteam fand ein intensiver Wissensaustausch über Streuobst- und Beerenpflege statt.

Im April letzten Jahres hat unser Vorstand Hans Wener den von ihm gefertigten Falkenkasten aufgehängt. Jetzt die erfreuliche Überraschung: Ein Turmfalke hat den Kasten besetzt und scheint sich einzunisten.

Für uns wäre der Beutefang des Räubers eine natürliche Hilfe zur Regulation der Feldmausdichte.

 

 

Jungbaumschnittkurs 12.2.2022

Jungbaumschnitt nach der Oeschberg-Palmer-Methode war angesagt. 67 Interessierte nutzten unser Angebot, um diese Strategie bei der Erziehung von Streuobstbäumen näher kennenzulernen.
Hans Wener begrüßte und gab eine erste Einführung zu Zielsetzung, Methode und Werkzeugen.

Anschließend diskutierten und demonstrierten Hans Wener, Albert Föll und Martin Wörnle das praktische Vorgehen. Zuerst beim Pflanzschnitt anschließend bei Jungbäumen verschiedenen Alters.

Wichtige Hinweise gab es zum Aufbau dominanter Leitäste und zur Erziehung einer schlanken Mitte.
Geklärt wurde der Sinn des Anschneidens für die Stabilisierung der Gerüstäste und
das Ausknipsen innerer Knospen für die Induktion passender Fruchtäste.
Siehe dazu unsern Beitrag zum Obstbaumschnitt
Wir hoffen, dass viele Kursteilnehmer das Gelernte an ihren eigenen Bäumen umsetzen können.

Streuobstschnittkurse 8. Januar 2022

Zum Theoriekurs fanden sich trotz strengen Coronaauflagen rund 40 Interessierte ein.


Mit einem Musterbaum, großen Papptafeln und speziellen Astteilen sorgte Werner Maier für Anschaulichkeit beim Vortrag. Schlüssig erklärte er die vielen Nachteile der mehrstöckigen Kronen, wie sie noch häufig in unseren Streuobstbeständen zu sehen sind.
Anschließend verdeutlichte er Strategien für den Aufbau einer Oeschberg-Palmer-Krone, bei der vier steile Leitäste mit der Stammverlängerung fünf stabile Träger für gut belichtete Seiten- und Fruchtäste bilden.
Die vier zentralen Fragen
- Wie gelingt es durch den Schnitt stabile Leitäste aufzubauen?
- Wodurch induziert man die Bildung von Fruchtästen an der Außenseite der Leitäste?
- Wie sorgt man für die laufende Erneuerung des Fruchtholzes?
- Was sollte man bei der Verjüngung älterer Bäume unbedingt beachten?
konnten dabei beantwortet werden ( siehe Obstbaumschnitt).

Nachmittags konnte Vorstand Hans Wener rund 60 Interessierte zum Praxisschnittkurs begrüßen.

Joachim Reutter unser erfahrener Obstbaumpfleger zeigte in seiner Gruppe die Schnittmaßnahmen an einer älteren Pastorenbirne mit vielen Ständertrieben.

Er lockerte die Ständertriebe gezielt auf und entfernte die überalterten nach unte wachsenden Partien. Sein Ziel: Den Baum vital halten und das Wachstum nach oben beruhigen.

In der zweiten Gruppe demonstrierte Werner Maier assistiert von Martin Wörnle
Schnitte am vorhandenen Leitast,
die Anlage einer steilen Leitastverlängerung am abgeflachten Leitast
und Ausgleichsschnitte zur Korrektur der Dominanzverhältnisse.

Ulrike Klinkmüller konnte als Expertin wichtige Regeln beim Beerenschnitt verdeutlichen:

Entfernung überalterter Triebe, Auflockerung der Jungtriebe zur Optimierung der Belichtung. Am erneuerten Gerüst konnte sie die Erziehung von Dreiastkronen bei  Johannis- und Stachelbeeren zeigen.
 

 

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