Stabilitätspobleme und Erntereife bei Streuobstbäumen

Spätestens bei einem Vollbehang zeigt sich, ob wir unsere Krone durch passenden Rückschnitt stabil genug aufgebaut haben. Das ist bei Rewena sortenbedingt schwierig und bei diesem Leitast nicht gelungen.

Hier wurde ein Baum gepflanzt, bei dem nicht auf Sämlingsunterlage veredelt wurde.Ohne Stütze ist eine ausreichende Standfestigkeit nicht gegeben

Goldparmäner (Bild unten) sind bei uns jetzt erntereif.

Die herrlich gefärbten Rubinola(unten) können geerntet werden. Bei Boskoop, Brettacher und Berlepsch ist die Erntereife noch nicht erreicht.

Bei Topaz gibt es wieder unterständige Astpartien mit stark verminderter Fruchtqualität(klein, ohne Färbung). Ursache ? Außerdem beobachtet man besonders bei Topaz einen vorzeitigen Blattfall. Ursächlich ist ein Pilzbefall durch Marssonia coronaria.

Hagelfreie Zonen mit guten Ernteaussichten

Die folgenden Bilder stammen von einer Mössinger Streuobstwiese ohne Hagelschlag.

Das Bild unten zeigt eine fünfjährige Veredelung mit anschließender Oeschbergerziehung - noch halten die steilen aber zu schwachen Leitäste der Belastung stand.

Rewena trägt wieder massenhaft Früchte, die eher schwachen, biegsamen Triebe können die große Last ohne Bruch tragen.

Bei diesem Boskoop ist ein eher mittlerer Ertrag in Aussicht.

Dieser Goldparmäner trägt viel zu viele Früchte. Kleine Früchte und Astbruchgefahr sind die Folgen.

Guter Ansatz auch bei den witterungsempfindlichen Berlepschbäumen.

Locker verteilt sind die Früchte bei Rubinola, der sich als leckerer Tafelapfel entpuppt hat. Welcher der abgebildeten Äpfel beherbergt eine Insektenlarve?

Ernteaussichten 2021

Wie sieht es mit dem Obst derzeit aus?

Der Ertrag bei Kirschen ist wegen der Frosttemperaturen während der Blüte minimal und aufgrund der vielen Regenfälle oft durch Aufplatzen und Monilia geschädigt. Bei Walnüssen gibt es 2021 leider einen ziemlichen Ausfall.

Bei Äpfeln, Birnen und Mirabellen ist zum Teil ein guter Fruchtansatz vorhanden. Allerdings gibt es wetterbedingte Schädigungen.
Diese Äpfel z. B. zeigen die Auswirkung der Nachtfröste im Frühjahr.

Leider hat auch unser Lehrgarten unter den Unwettern gelitten. Diese Äpfel und Blätter wurden durch Hagel stark geschädigt.

An anderen Standorten sind die Früchte bisher ohne Schäden geblieben und geben uns die Hoffnung auf eine reiche Ernte.

1. Arbeitseinsatz nach Coronawelle

Unser Lehrgarten Im weiten Hardt erfordert laufende Pflegemassnahmen.
Während der Coronawelle haben vor allem unser Vorstand mit viel Mäharbeit  und wenige Einzelkämpfer das Notwendigste erledigt.
Nun war wieder ein gemeinsamer Arbeitseinsatz möglich.
Acht Aktive beseitigten die üppigen Grünpflanzen unter den Obstgehölzen sicherten den Beeren wieder freie Wurzelzonen.

Dieser üppig wachsende Apfelbaum wurde vom Gewittersturm umgerissen. Ursache?

Beim abschließenden Vesper gab es bei diesem ersten Treffen wieder genug Stoff für Gespräche.

Nachtfröste schädigen Obstblüte

Sehr warme Tage im Februar und März haben die Entwicklung der Obstblüte vorangetrieben.
Bei diesem Boskoop sind die Blüten weit entwickelt aber noch geschlossen.

Birnen, frühe Kirschen, Mirabellen und Zwetschgen sind in Mössingen teilweise aufgeblüht.
Der Kälteeinbruch seit dem 11. April kam jetzt zur Unzeit.
Drei Nächte mit minus 5°C und Morgensonne haben einen Teil der Blüten irreversibel geschädigt.
Griffel und Fruchtknoten sind bei dieser Mirabelle (Bild unten) durch Frostschaden teilweise braun gefärbt.


Auch bei noch geschlossenen Blüten dieser Kirsche (Bild unten) zeigten sich nach einem Längsschnitt Kälteschäden an den weiblichen Blütenteilen.

Auch bei noch geschlossenen Blüten von Topas und Rubinola sind Frostschäden eingetreten.
Wir können nur hoffen, dass ein Teil der Blüten unbeschadet ist und das Wetter für deren Bestäubung rasch höhere Temperaturen und Sonne für den Insektenflug bringt.
 

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